An alle Zuschauer des Speedway Best Pairs Cup

Um die besten Speedwayfahrer der Welt in unserem Stadion gebührend zu empfangen haben wir über lange Zeit viel Arbeit investiert und alles für das Ereignis vorbereitet.

Am Sonnabend konnten wir dann ein großes Speedwayfest feiern, allerdings spielte das Wetter nicht mit und am Ende stand eine aus unserer Sicht nicht nachvollziehbare Entscheidung.

Nach einem sehr schönen Tag begann es pünktlich zum Start der Läufe zu regnen. Aber die Bahn hielt und so wurden im Eiltempo die 21 Punktläufe so schnell präsentiert, dass der Fernsehsender Mühe hatte, die geplante Werbung in den Pausen unterzubringen. Um die dann geschehenen Abläufe zu verstehen, muss man wissen, dass so eine Veranstaltung nur durch Kooperation mit Partnern möglich ist. Die polnische Agentur One Sport hat den Fernsehvertrag mit Eurosport und die Verträge mit den Fahrern abgeschlossen. Der MC Güstrow richtet das Rennen aus und nur durch diese Zusammenarbeit können wir diese Weltstars auf unserer Bahn starten lassen.

Nach den 21 Läufen lag das deutsche Team sensationell gleichauf mit der polnischen Auswahl. Für diesen Fall steht im Reglement, dass der direkte Vergleich zählt und sollte auch dort ein Unentschieden (so wie es tatsächlich war) entstanden sein, das Team besser platziert ist, in dem beide Fahrer gepunktet haben. Konkret bedeutet dies, Bartosz Zmarzlik (2.) und Piotr Pawlicki (3.) sind als geschlossenes Paar besser zu werten als Kai Huckenbeck (1.) und Tobias Busch (4.). Damit stand die Reihenfolge nach den Punktläufen regelkonform fest: 1. Russland 24 Punkte; 2. Dänemark 21 Punkte; 3. Polen 19 Punkte.

In einer Besprechung der Teamchefs sprach sich die Mehrheit dafür aus, nach den Punktläufen das Rennen mit dieser Wertung zu beenden. Trotz des anhaltenden Regens war dem fachkundigen Publikum genauso wie der Bahndienstcrew klar, dass auch unter diesen Bedingungen eine Fortsetzung der Veranstaltung möglich ist. Über diese Erfahrung verfügten die meisten Teamchefs offensichtlich nicht und kamen so zu einer anderen Einschätzung.

Diese Entscheidung wurde anschließend nur mit dem übertragenden Fernsehsender, aber nicht ausreichend mit uns kommuniziert, so dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage waren, dem Publikum den Grund für das Rennende zu erklären. Wir können die daraufhin gezeigte Enttäuschung gut verstehen, denn es geht uns genauso. Die Güstrower Bahn hat gezeigt, dass auch unter diesen Bedingungen hervorragender Sport möglich ist und wir sind genauso wie die Zuschauer sehr traurig darüber, dass wir die beiden noch anstehenden Läufe nicht mehr erleben konnten. Trotz dieses Endes einer ansonsten tollen Veranstaltung hoffen wir, dass in der Erinnerung die grandiose Leistung des deutschen Teams bleibt, die ein wahres Speedwaymärchen in Anwesenheit der großen Weltstars schreiben konnte. Wir hoffen auf die Treue unserer Fans, denn das ist unser Ansporn, um auch weiterhin tolle Rennen in Güstrow zu präsentieren.

Eurer MC Güstrow

(Text: Gunnar Mörke | Foto: Frank Hedrich)

Zum Rennbericht: Deutsches Team schrieb Speedwaymärchen im Speedway Best Pairs Cup

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