Güstrow empfängt die TAURON Speedway Euro Championship

Es gibt sehr viele Gründe, die für die Fortführung der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem MC Güstrow und der polnischen Agentur One Sport bei der Ausrichtung der Speedway Europameisterschaft sprechen. Für die Besucher des Finallaufs am 14. Juli im Stadion an der Plauer Chaussee sind davon zwei vielleicht die bedeutsamsten. Zum einen bietet dieses Prädikat einigen Top-Fahrern der internationalen Szene, die man nicht im Grand Prix zu sehen bekommt, eine Möglichkeit, sich um einen wichtigen Einzeltitel zu bewerben. Als Favorit geht sicher Jaroslaw Hampel, der den ersten Lauf der Tauron SEC im polnischen Gniezno gewinnen konnte, in diese Veranstaltung. Er gehört zweifelsohne zu den besten Fahrern der polnischen Extraliga und das trifft auch für Piotr Pawlicki (Polen) zu, der im Moment der viertbeste Fahrer der Extraliga ist. Diese beiden gehen genauso wie Krzysztof Kasprzak mit einer gewissen Bürde in die vier Finalläufe um die EM, denn noch nie konnte ein polnischer Aktiver, seit One Sport diesen Wettbewerb vermarktet, den kontinentalen Titel gewinnen. So wird auch in der führenden Nation dieser Sportart der Ruf nach einem Erfolg lauter. Aber auch Leon Madsen (Dänemark) oder der zweifache Titelträger Emil Sayfutdinov (Russland), der sich als Sieger der Challenge qualifizierte, gehören zu den Leistungsträgern in der polnischen Liga. Dass in so einem Wettbewerb vieles möglich ist, zeigten im ersten Lauf Antonio Lindbäck (Schweden), derzeit auf Platz 2 der Wertung, und Mikkel Michelsen (Dänemark), der in Güstrow schon mal Junioren Europameister wurde. So ist die Liste der Aktiven, die für eine gute Platzierung oder sogar den Sieg infrage kommen lang, denn auch Andreas Jonsson (Schweden), Vaclav Milik (Tschechien), Peter Kildemand (Dänemark) oder auch Robert Lambert (Großbritannien), der sich derzeit in hervorragender Form befindet, das Güstrower Oval mag und mit dem Vize-Weltmeistertitel im Team, dem Gewinn der britischen Meisterschaft der Junioren und Senioren, sehr erfolgreich ist, können an einem Tag ganz vorn dabei sein, wenn die Tagesform stimmt. Mit eher Außenseiterchancen gehen Andrey Kudryashov (Russland), Josef Franc (Tschechien) und wohl auch der amtierende Europameister Andzej Lebedevs (Lettland) ins Rennen. Aber vielleicht ist es gerade die Güstrower Bahn, die es dem derzeit in einem Formtief befindlichen Titelträger erlaubt, an die Leistungen des Vorjahres anzuknüpfen.

Und dann gibt es da noch einen zweiten sehr gewichtigen Grund für den Besuch dieses Rennens. Kai Huckenbeck, der im Vorjahr im Güstrower Rennen nur knapp am Finale scheiterte, ist nicht nur bei allen Finalläufen dabei, sondern konnte sich beim ersten Rennen mit einer enormen Leistung gleich auf das Podest kämpfen. Er kommt als Dritter der Wertung nach Güstrow und will natürlich auf der ihm gut bekannten Bahn ganz vorn dabei sein. Allerdings erwächst ihm Konkurrenz aus dem eigenen Land und das ist die nächste gute Nachricht. Mit der Veranstalter Wildcard ausgestattet will der amtierende deutsche Meister Kevin Wölbert, der sich in bestechender Form befindet, bei diesem Rennen vor allem Spaß haben. Er geht vollkommen ohne Druck in dieses Meeting und kann sich so den Fans auf dem Güstrower Oval präsentieren.

Die Aufzählung der Gründe für diese Veranstaltung ist damit nicht erschöpft, denn es erwartet die Besucher am 14. Juli ab 18 Uhr natürlich die von One Sport bekannte Umrahmung des Events. Der MC Güstrow richtet damit wieder ein bedeutsames internationales Prädikat aus, das hervorragenden Sport verspricht.

Zwischenstand: http://speedwayeuro.com/en/results.html

Tickets: https://luna.lunabe.de/online/index.php3?shopid=259

(Text: Gunnar Mörke | Foto: Frank Hedrich)

 

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